Compassio

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Compassio 2022 - Einblicke in das Sozialpraktikum

Vom 9. bis 20. Mai absolvierten die 84 Schüler*innen der E2 ihr Sozialpraktikum "Compassio".

Begonnen hatte das Eintauchen in die "reale Welt" für die meisten schon mit der Stellensuche: Für Unsicherheiten bis vor Praktikumsbeginn sorgten die Fragen rund um die Pandemie und entsprechende Maßnahmen. Etliche Stellen fanden sich in Altenheimen und Pflegeeinrichtungen. Krankenhäuser in Alsfeld, Treysa, Marburg und Gießen boten Einblicke in ihren Alltag. Einen wichtigen Schwerpunkt im Bereich der Inklusion und Integration ergänzten u.a. die Einrichtungen der Lahnwerkstätten, von Hephata und Schottener Sozialen Diensten.

Neben der Marburger Tafel stand in diesem Jahr auch die Münchener Tafel auf der Stellenliste.

Ungewöhnliche und oft unerwartete Erfahrungen vermittelte auch der Bereich "Compassio im Kloster". Neben geistlichen Gemeinschaften in Bayern und Nordrheinwestfalen fanden zwei Schüler auch den Weg zur Huysburg, einem sehr jungen Benediktinerkloster in Sachsen-Anhalt.

Viel zu erzählen und zu reflektieren gab es beim abschließenden Projekttag. An dessen Beginn stand, wie gewohnt, ein Jahrgangs-Frühstück, diesmal im Amöneburger Pfarrheim. Praktikumsberichte runden die Reflexion ab.

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Der Name ist Programm

"Compassio" nennt die Stiftsschule St. Johann ihr Sozialpraktikum. Alle Schülerinnen und Schüler leisten es am Ende ihres zweiten Oberstufenhalbjahres.

Orientierung

Der Name "Compassio" enthält den "Kompass": Menschen suchen und brauchen Orientierung. Der Kompass steckt deshalb auch im Compassio-Logo der Stiftsschule.

Die passende Richtung finden - das gilt besonders für die Berufswahl. Nach einem Betriebspraktikum, das bei uns in der Jahrgangsstufe 9 liegt, will "Compassio" noch einmal Möglichkeit sein, "Berufswelt" zu schnuppern. Die Schulzeit geht nun spürbar ihrem Ende entgegen, das Abitur ist in Sichtweite.

Bei der "Compassio" geht es nicht so sehr um Erfahrungen im "Traumberuf". Sie soll eher klar machen: Schule ist nicht alles. Für manchen ist das Praktikum ein Schlüsselerlebnis. Der Beruf des Altenpflegers, des Sozialpädagogen, der Krankenschwester oder Ärztin bekommt unversehens einen ganz eigenen Reiz. In jedem Fall ist Zeit für die Frage nach dem persönlichen Berufsziel.

Nicht alles geht glatt

Der Wortteil "passio" (lat. "Leid") weist auf Grenzen hin: der Mensch ist nicht vollkommen. Kinder brauchen Liebe und Hinwendung genauso wie alte Menschen. Wenn wir krank sind oder gehandicapt wird das deutlicher spürbar als sonst. Compassio will, auch wenn das im ersten Augenblick schmerzhaft sein kann, sensibel machen für die grundlegenden Bedürfnisse und Grenzen des Menschseins.

Sich für andere einsetzen

Die Verbindung von "com" - (lat. "mit") und "passio" zeigt auf das Mit-Leiden. Anderen helfen, wenigstens solidarisch mit ihnen sein - das gehört zum Wesen von Menschsein. Für andere da sein, das ist auch eines der wichtigsten Anliegen von Christen.

Für andere da sein, das ist auch eines der wichtigsten Anliegen von Christen. "Sympathie" heißt Compassio im Griechischen. "Mit-Menschlichkeit" ist deshalb wohl auch die beste Übersetzung und das eigentliche Ziel von "Compassio".

Ansprechpartner Compassio

Dr. Paul Lang

An der Hauptstraße 15

D-35287 Amöneburg

paul.lang@stiftsschule.de

Formular Vorstellungsgespräch

Um eine gute Vorbereitung der PraktikantInnen zu gewährleisten, sind unsere SchülerInnen verpflichtet, bis spätestens 1. Dezember 2021 ein Vorstellungsgespräch zu führen. Diese ist durch die Einrichtung zu bestätigen.

Formular Stellenbestätigung

Das Formular mit der Stellenbestätigung ist bis spätestens 17. Dezember 2021 an den Compassio-Lehrer Dr. Paul Lang abzugeben.