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Enzymatische Zuckerteststäbchen

Ein erster Test bei Verdacht auf Diabetes ist die Untersuchung des Traubenzuckergehaltes im Harn. Hierzu dienen Teststreifen, die selektiv die Glucose aus einem komplexen Gemisch unterschiedlicher Stoffe nachweisen können. Auch bei den modernen Blutzuckermessgeräten kommen enzymatische Nachweisverfahren zum Einsatz.

Die Probelösung (je nach Test Harn oder Blut) wird auf ein mehrschichtiges Vlies aufgebracht, das bereits die für die Nachweisreaktion erforderlichen Reagenzien enthält.

Als Enzymkomponenten verwendet man häufig Oxidasen, das sind Enzyme, die einen Stoff (das Substrat) oxidieren und dabei Wasserstoffionen und Elektronen übernehmen. Hier handelt es sich um die Glucoseoxidase, kurz GOD.

 
Das Zwischenprodukt Wasserstoffperoxid (H2O2) seinerseits oxidiert mit Hilfe eines zweiten Enzyms, der Peroxidase (POD) eine farblose Verbindung (Leukofarbstoff) zu einem Farbstoff, der umso intensiver ist, je mehr Glucose in der Probelösung vorhanden war.




Im Experiment werden Filterpapierstreifen mit dem Enzymmix getränkt und in die Lösungen verschiedener Zucker getaucht. An Stelle des Leukofarbstoffes tritt Kaliumiodid, das mit Hilfe von POD zu braunem Iod oxidiert wird.

 
Nur bei Glucose (Traubenzucker, G1 bis G4) in 1 bis 4%iger Lösung findet eine positive Reaktion statt. Mit Fructose (Fruchtzucker, F) bzw. Saccharose (Rohrzucker, S) zeigen die Teststäbchen keine Veränderung.

 

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