Unterrichtsfächer

Latein - selbstverständlich

In der 5. Klasse fangen alle unsere Schülerinnen und Schüler mit einer neuen Fremdsprache an - mit Latein. Nun gut, nach Englisch, das alle inzwischen in der Grundschule schon begonnen haben, jetzt noch eine Fremdsprache: aber warum gerade Latein?

Wir stellen fest, dass Schülerinnen und Schüler in verschiedener Hinsicht von der Beschäftigung mit Latein profitieren können:

Lateinunterricht nimmt die Einzelheiten der Sprache besonders in den Blick. Dadurch soll die Aufmerksamkeit darauf gelenkt werden, wie Sprachen "funktionieren". Dabei wird deutlich, dass Sprachen nach Regeln aufgebaut sind, die übertragbar sind: Sprache wird als System erfasst. Beim Übersetzen steht das Bemühen im Mittelpunkt, das, was in der Ausgangssprache formuliert ist, möglichst genau im Deutschen wieder zu geben. Das schult besonders den Umgang mit der deutschen Sprache. Unser altsprachlicher Unterricht fördert die methodischen Fertigkeiten. Satzbilder mit einem einfachen Zeichensystem dienen dazu, die sprachlichen Zusammenhänge anschaulich zu machen. Das Vokabellernen mit Lernkartei, von uns seit vielen Jahren praktiziert, wird als Lernen mit Lernbox von Methodikern gerade wieder neu entdeckt. Und die verschiedenen Methoden der Übersetzung schulen Fertigkeiten, Sachverhalte in der Muttersprache auf unterschiedliche Art und mit unterschiedlicher Wirkung auszudrücken. Der altsprachliche Unterricht vermittelt außerdem Inhalte, die die geistes-geschichtliche Tradition Europas weiter tragen und verständlich machen. Die antiken Ideen bestimmen bis heute unsere politische und gesellschaftliche Ordnung wesentlich mit, Kunst- und Kulturgeschichte sind ohne Kenntnis der antiken Mythen und Geschichte in weiten Teilen unverständlich, schließlich stellt der Lateinunterricht auch die Verbindung zur kirchlichen Tradition und ihrer Überlieferung her. Durch den Lateinunterricht sollen die Fähigkeiten und Fertigkeiten besonders entwickelt werden, für die die Römer den Begriff "humanitas" geprägt haben, Fähigkeiten, die den Menschen als Menschen auszeichnen: Ideen zu formulieren und sie weiter zu geben, System hinter Sachverhalten zu erkennen und es zu nutzen, Methoden zu schulen und Bewusstsein für die Vergangenheit zu entwickeln, damit daraus eine gute Zukunftsperspektive für die Schülerinnen und Schüler entstehen kann.

Johanneshaus & Mensa

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Presse

  • Schüler vermitteln bei Streits

    Seit zwölf Jahren gibt es die Sonderausbildung an der Stiftsschule 22 Schüler der Jahrgangsstufe neun der Stiftsschule nahmen stolz ihre Zertifikate als Schülermediatoren in Empfang.

  • OP-Orakel Pepper

    OP-Orakel Pepper

    Die mongolische Rennmaus Pepper von der Stiftsschule in Amöneburg tippt für die OP die deutschen Spiele bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland.

  • Bischofsbesuch

    Bischofsbesuch

    Nach Fulda fuhren am 14. November alle Sextaner mit ihren Klassenlehrern. Ihr Vorstellungsbesuch beim Bischof stand an. Und Bischof Algermissen nahm sich für seine 10- und 11jährigen Gäste eine Menge Zeit. Zunächst feierten alle zusammen einen Gottesdienst in der altehrwürdigen Michaelskirche. Danach gab's eine ausgedehnte Fragerunde im großen Saal der Chöre am Dom. Was ein ansprechendes Ambiente! Und das Mittagessen im historischen Speisesaal des ehemaligen Klosters war auch gelungen. Zum Nachtisch hatte der Bischof allen ein Eis spendiert. Mit diesem Tag schaffen es die Oberhessen an diesem Wochenende auf die Titelseite der Bistumszeitung, des Bonifatiusboten!

 

Das Stiftsschul-Buch