Unsere Schule
Unsere Schule

Compassio 2012
Compassio 2012

Betriebspraktikum 2012
Betriebspraktikum 2012

Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung

Bildungseinrichtung des Bistums Fulda
Johanneshaus

Vivarium
Vivarium

Unterricht 

"Wenn wir das überleben, müssen wir der Welt davon erzählen!" 

Die Holocaust-Überlebende Gisela Spier-Cohen berichtet Stiftsschülern von den Gräueltaten der Nazi-Diktatur

Am Abend des 8. November 1938 wurde die damals fast neunjährige Gisela Spier in Momberg von ihrer Mutter vorsorglich zu einer christlichen Freundin der Familie geschickt, damit sie dort übernachte. Denn ein Freund des Vaters hatte die Familie gewarnt, dass in der Nacht etwas passieren könne.
Als dann nachts SA-Männer aus Neustadt nach Momberg marschierten, die Synagoge zerstörten und vor jüdischen Häusern randalierten, brach für die Familie Spier eine bis dahin intakte Welt zusammen. Ihr Vater Siegfried Spier hatte immer die Überzeugung vertreten, von den Nazis gehe für sie keine Gefahr aus. In Momberg war für ihn und seine Familie von Diskriminierung nichts zu spüren. Siegfried Spier hatte im Ersten Weltkrieg zwei Brüder verloren und war selbst verwundet und mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet worden. "Das hat unsere Familie deutsch gemacht", kommentierte Gisela Spier-Cohen die Einstellung der Familie. Am Tag nach der Reichspogromnacht konnte sie als junges Mädchen die Veränderungen unmittelbar daran erfahren, dass ihr und anderen jüdischen Kindern ab sofort der Schulbesuch verboten war. Sie wurde nach Frankfurt geschickt, von wo sie dann mit ihrer Familie im September 1942 nach Theresienstadt gebracht wurde.


         
Als sie im Oktober 1944 von Theresienstadt nach Auschwitz gebracht wurde, wurde ihre Familie nach der Ankunft sofort getrennt. Ihre Eltern wurden noch am selben Tag in der Gaskammer ermordet und sie selbst berichtete ergreifend von ihrem Wunsch, in solch einer Welt nicht mehr leben, sondern wie ihre Eltern sterben zu wollen. Auch über die Begegnung mit Lagerarzt Josef Mengele bei der Ankunft sprach sie: "Er hat sich über meinen hessischen Akzent amüsiert". Da Gisela Spier noch als arbeitsfähig eingestuft wurde, schickte man sie von Auschwitz aus zu Schwerstarbeit in eine Flugzeugwerft nach Sachsen. Von dort kam sie noch einmal in ein Konzentrationslager - diesmal nach Mauthausen in Österreich. Als sie am 5. Mai 1945 dort die Befreiung des Lagers durch die Amerikaner erlebte, wog sie noch 21 Kilogramm.

Gefesselt von der Darstellung verfolgten die Schülerinnen und Schüler der Jgst. 13 die Erzählung von Frau Spier-Cohen, die ihnen ein Highlight von anschaulichem Geschichtsunterricht bot. Sie hat es sich, auch wenn sie inzwischen in Toronto (Kanada) lebt, zur Aufgabe gemacht, regelmäßig zu Vorträgen in Schulen und Gemeinden nach Deutschland zurück zu kommen und damit die Verpflichtung einzulösen, die sich die Überlebenden des Holocaust gegenseitig gegeben hatten. Auch für Momberg, wo sie sich als Kind sehr wohlgefühlt hatte, zeigte sie immer noch reges Interesse: Sie erkundigte sich bei Schülern aus Momberg nach einzelnen Familien und ermutigte die Schülerinnen und Schüler, sich dort die noch vorhandenen Zeugnisse jüdischen Lebens anzusehen. Herr Lang, der Frau Spier-Cohen im Namen der Stiftsschule begrüßte, zeigte sich wie auch die Schülerinnen und Schüler nach dem Vortrag sehr dankbar dafür, dass die Begegnung mit ihr möglich war und dass sie den Mut und das Engagement aufbringt, so frei über ihr so bedrückendes Schicksal zu berichten.
 



Aktuelles 

Buspläne 

neue Buspläne (Abfahrtsplan Ritterstr. gültig ab 6. Januar 2012)  

Jahresplan 

Stand: 12.1.2012  

Gottesdienstplan 

Schuljahr 2011/12 Hj. II 

Klausurplan 

Neu: Schuljahr 2011/12 Halbjahr 2 (Fassung vom 21.02.)  

Wochenpläne 

aktuelle Wochenpläne 

Cafeteria der Stiftsschule

Aktuelles Angebot 

Vertretung online

Informationen 

 

Pressemeldungen 

 
Probelauf für Budapest gelingt
Schulband „Mönhattan" konzertierte Amöneburg. Kurz vor der Abfahrt zu ihrem sechstägigen Gastspiel in der ungarischen Hauptstadt Budapest erfreute die Schulband „Mönhattan" der Amöneburger Stiftsschule Eltern, Großeltern, Mitschüler und Gäste mit einem Konzert. Seit langer Zeit ist die Schulband eine anerkannte Größe in der Musikszene der Region. Trotz der schulbedingten ständigen Fluktuation gelingt es dem Musiklehrer und Dirigenten Hartmut Raatz immer wieder, das Niveau der Band zu halten.
Und wieder heißt es: Berlin, Berlin...
Volleyball: Mädchen der Stiftsschule Amöneburg siegen beim Landesentscheid „Jugend trainiert für Olympia" Einmal mehr nimmt das Volleyball-Mädchenteam der Stiftsschule Amöneburg am Bundesentscheid „Jugend trainiert für Olympia" in Berlin teil.
Grandiose Klänge in Emsdorfs Kirche
Chorgemeinschaft und Schüler der Stiftsschule zeigten bei Konzert ihr hohes Können Mit einem besinnlichen Adventskonzert begeisterten am Mittwochabend die Chorgemeinschaft und der Stiftsschule St. Johann in der Kirche Mariae Himmelfahrt.
Endlich Sauberkeit im Farbkasten
Amöneburger Stiftsschüler stellten in einem Wettbewerb ihre innovativen Geschäftsideen vor Während des Projekts business@school war mit der Vorstellung einer eigenen Geschäftsidee der Höhepunkt und die heißeste Phase der Teamarbeit für die Schüler der Stiftsschule erreicht.
Schüler wagen den Schritt in die Wirtschaft
Stiftsschule St. Johann beteiligt sich seit knapp zehn Jahren an dem Projekt „business@school" Das Projekt business@ school schafft eine Brücke zwischen Wirtschaft und Schule. Frontalunterricht war gestern - Wirtschaftsluft weht durch den Klassenraum.