Studienfahrten

Stockholm 2008

Eine Gruppe von 13 Schülerinnen, 2 Schülern und 2 Lehrern (Dr. Thomas Groß, Dr. Katrin Dueringer) bewegte sich für eine Woche vom 20. - 27.9.2008 auf bisher ungewohnten Wegen nach Norden: zum ersten Mal ging eine Studienfahrt der 13er nach Stockholm. Nach nur 1 ¾ Stunden Flug von Frankfurt (Abflug um 7 Uhr, das hieß Abfahrt in Kirchhain um 4 Uhr "nachts") landeten wir in Arlanda. Unser Quartier war sehr originell auf dem Jugendherbergsschiff "Af Chapman", einem alten Segler der festvertäut vor Skeppsholmen liegt, frisch renoviert, blitzsauber, urig und vor allem ganz zentral gelegen, so dass man (fast) alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß erreichen konnten.


Zu sehen gibt es genug in Stockholm: die Altstadt (Gamla stan) mit dem königlichen Schloss (in der "livrustkammare" gab es eine Ritterrüstung zum Anprobieren), der Domkirche, der deutschen Kirche und vielen kleinen Geschäften in den malerischen Gässchen; die Halbinsel Djurgården mit dem Freilichtmuseum Skansen (alte Häuser aus ganz Schweden und echte Elche und Rentiere), dem Vasamuseum ( 1628 ging das königliche Flaggschiff Vasa mit wehenden Segeln, Mann und Maus bei der Jungfernfahrt unter und wurde wieder gehoben), und Junibacken, einem Museum mit einem kleinen Zug, mit dem man durch die ganze Welt von Astrid Lindgrens Büchern im wunderschön gestalteten Modell fahren konnte und einem Nachbau der Villa Villekulle (Villa Kunterbunt).

Im Historiska museet begegneten wir den Wikingern, auf dem Sergelstorg und im Stadshuset der modernen schwedischen Architektur. Dazu rundeten noch 2 Ausflüge die Fahrt ab: Mit einem alten Dampfer ging es in den Skärgård, wo wir auf der fahrt bis Vaxholm einiger der 24000 Inseln zwischen Stockholm und dem offenen Meer sehen konnten, und eine fahrt nach Mariefred und Schloss Gripsholm. Das beeindruckende Schloss Gripsholm war nicht nur wegen seiner schönen Lage und seinem sehenswerten Inneren wichtig, sondern auch, weil wir bei dieser Fahrt auch auf den Spuren Kurt Tucholskys wandelten, der dieses Schloss in einem Roman verewigte und auch dort in der Nähe begraben liegt.

Beim Essen konnten wir uns häufiger eine schwedische Sitte zunutze machen: man zahlt einmal und isst und trinkt soviel man will. Frühstück gab es im Jugendherbergshaus neben dem Schiff, übrigens sehr gut und reichhaltig; mittags aßen wir an verschiedenen Stellen in der Stadt z.B. in der Cafeteria des Historischen Museums , im Kulturhuset oder im Stadthuset. Probleme gab es nur, wenn man z.B. abends noch ausgehen wollte, da viele Lokale für Jugendliche unter 21 verboten sind, was wir an einem Abend in Södermalm zu spüren bekamen.

Und das Wetter spielte auch noch mit: Sonne und 17 Grad, so dass Clarissa, Natalie und Alena ein Bad im Mälarsee wagten.

Alles in allem war die ganze Gruppe der Meinung, die Fahrt war optimal. Es gab viel zu sehen und zu erleben, keine Probleme, eine gute Gemeinschaft und viel Spaß.
(Dr. Thomas Groß)

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