20/08/2026 0 Kommentare
Das Abenteuer Europa! Jugendbegegnung 2026 in Frankreich
Das Abenteuer Europa! Jugendbegegnung 2026 in Frankreich
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Das Abenteuer Europa! Jugendbegegnung 2026 in Frankreich
Endlich war es so weit: Mitten in den Sommerferien, vom 09. bis 15. Juli 2026, machten sich 15 Jugendliche der Stiftsschule nach Frankreich auf, um ihre Freunde und Freundinnen aus Italien wiederzusehen, die sie im Jahr zuvor in Amöneburg als Austauschpartnerinnen oder -partner aufgenommen hatten.
Das ist das Besondere an der Jugendbegegnung, die die Stiftsschule seit dem Sommer 2025 in Zusammenarbeit mit der Stadt Amöneburg durchführt: Beteiligt sind insgesamt vier europäische Länder, nämlich Italien, Frankreich, Österreich und Deutschland. Die Stadt Amöneburg pflegt nämlich mit vier Gemeinden seit vielen Jahren eine Städtepartnerschaft und alle Gemeinden sind auch untereinander in einer sogenannten Ringpartnerschaft verbunden, ein ganz besonderes europäisches Freundschaftsprojekt also, das die Möglichkeit gibt, jährlich Schülerinnen und Schüler der Stiftsschule in Kontakt mit Jugendlichen aus vier Nationen zu bringen.
In diesem Jahr hatte die französische Gemeinde Château-Garnier in der Nähe von Poitiers in Mittelfrankreich zur Jugendbegegnung eingeladen. 12 französische Jugendliche erwarteten jeweils 15 deutsche und 15 italienische Jugendliche zu einem Zeltcamp auf dem Sportplatz ihres Dorfes. Die Gruppe der Stiftsschule wurde von Frau Hirn, Frau Wellner und Herrn Vestweber begleitet und startete mit dem Zug am Donnerstag, 09. Juli 2026. Nach der reibungslosen Bahnfahrt über die französische Hauptstadt erwarteten die französischen Organisatoren die Reisegruppe am Bahnhof in Poitiers und brachten sie in Minibussen nach Château-Garnier. Dort war eine kleine Zeltstadt für alle aufgebaut. Auch wenn die hohen Temperaturen um 40 Grad herausfordernde Bedingungen schufen, gab es genügend Möglichkeiten zum Entspannen in der Chill-Ecke auf Strohballen im Schatten oder im klimatisierten Saal des Bürgerhauses. Und nachts war’s ganz schön kalt! Manche unterschätzten die nächtliche Kühle und brauchten noch Decken und warme Schlafsäcke, die selbstverständlich sofort bereitgestellt wurden.
Das Angebot vor Ort boten vielfach Gelegenheit, miteinander in Kontakt zu kommen, die Freundschaften mit den italienischen SchülerInnen zu pflegen und die französischen Jugendlichen kennenzulernen. Es wurde ausgiebig Tischtennis und Spikeball gespielt, bis tief in die Nacht geplaudert und gelacht oder einfach nur gechillt. Gemeinsam wurden die Jugendlichen kreativ und gestalteten ein Wandbild oder bastelten Freundschaftsarmbändchen. In kleinen Gruppen versuchten sie verschiedene Kartenspiele aus. Das Spiel „Werwolf“ steckte alle an, was zu mehreren Runden in drei Sprachen führte. Im Gemeindesaal wurde eifrig ein Tanz für den offiziellen Festakt eingeübt – die Deutschen nutzten die Gelegenheit, um ihren FreundInnen das Lied „Cotton Eye Joe“ nahezubringen.

Die OrganisatorInnen hatten zudem ein tolles Programm auf die Beine gestellt: bei heißen Temperaturen mussten die Jugendlichen die Abtei „La Réau“ vor englischen Angreifern in einem Escape-Game schützen und machten sich so mit der Geschichte des 100-jährigen Krieges vertraut. Vorher stand in den frühen Morgenstunden eine kurze Wanderung auf dem Jakobsweg an, während der die Gruppe kleine Quizfragen beantwortete. Wissenswertes erfuhren die Jugendlichen auch während dem Vortrag eines lokalen Imkers, der nicht nur Infos sondern auch Kostproben des goldenen Saftes im Gepäck hatte. Einen Blick auf entfernte Galaxien ermöglichten den Jugendlichen zwei Astronomen, die einen kurzen Vortrag über verschiedene Planeten vorbereitet und zwei Teleskope aufgebaut hatten. Die gesamte Gruppe war begeistert! Ein kulinarisches Highlight war sicherlich die gemeinsame Zubereitung typischer Spezialitäten der drei Länder – der hessische Salzkuchen, die italienische Pizza und der französische Apfelkuchen schmeckten alle Beteiligten und es blieb kein einziger Krümel übrig.
Höhepunkt der gemeinsamen Woche bildete der Festakt der Ringpartnerschaft am Montagabend, wo Amelie, Sarah und Sophia Forst das offizielle Programm mit einer atemberaubende Akrobatikvorstellung abrundeten. Am 4. Juli – dem französischen Nationalfeiertag - stand dann das Halbfinale der Fußballweltmeisterschaft zwischen Frankreich und Spanien beim Public Viewing am See an. Die Tatsache, dass „les Bleus“ gegen die spanische Mannschaft baden gingen, tat der guten Stimmung keinen Abbruch.
Am Mittwoch, dem 15.07., war es dann leider Zeit, Abschied zu nehmen – dieser verlief sehr tränenreich und alle waren dankbar für diese wundervolle und intensive Erfahrung. Das internationale Zeltlager, die vielen persönlichen Begegnungen und lustigen Momente werden noch lange in schöner Erinnerung bleiben.
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