Acht Steine – acht Namen – acht Menschen – acht Schicksale: Paten säubern Stolpersteine

Acht Steine – acht Namen – acht Menschen – acht Schicksale: Paten säubern Stolpersteine

Acht Steine – acht Namen – acht Menschen – acht Schicksale: Paten säubern Stolpersteine

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Acht Steine – acht Namen – acht Menschen – acht Schicksale: Paten säubern Stolpersteine

Kritiker empfinden die Stolpersteine als Skandal — Und das zurecht, denn das ist die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Skandal [»σκάνδαλον« skándalon]: Stein des Anstoßes.

Von diesen »Skandalen« sind in Amöneburg durch den Künstler Günther Demming  2011 acht Stolpersteine verlegt worden.

Acht Steine. Acht Namen. Aber vor allem: Acht Menschen und Acht Schicksale, die sich hinter diesen Stolpersteinen verbergen. Die Schicksale von: Amon Denny Meyer. Michael Meyer. Recha Meyer. Esther Stern. Hildegard Stern. Pinchas Uri Stern. Siegfried Stern. Frieda Heching.

Sieben Stolpersteine sind auf dem oberen Marktplatz auf Höhe der Biologieräume der Stiftsschule verlegt; ein Stolperstein befindet sich auf Höhe des Bonifatiusheims unterhalb des Friedhofs.

Die Stiftsschule  hat einen Tag nach der Reichspogromnacht vor 87 Jahren, am 10. November 2025, dieser Schicksale in Anwesenheit zahlreicher Nachfahren der Familie Stern aus den USA in einer bewegenden Gedenkveranstaltung gedacht.

 

»Das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung« ist uns deshalb nicht nur Leitspruch dieses Gedenkens gewesen, sondern auch Verpflichtung und Auftrag für die Zukunft. Und so haben sich im Zuge der Vorbereitung dieser Gedenkveranstaltung 48 Schüler:innen der Jahrgangsstufen »10« und »E« bereiterklärt, sich dieser Stolpersteine und deren Pflege als Pat:innen anzunehmen; während der Gedenkfeier erfolgte die offizielle Ernennung der Pat:innen.

Jede Patin und jeder Pate hat von der Person, deren Stolperstein sie | er betreut, eine Karte mit einem Bild, den Daten und wichtigsten Stationen des jäh und viel zu früh beendeten Lebens erhalten.

Regelmäßig, ca. alle vier Wochen, werden die Stolpersteine nun von den Pat:innen gereinigt und auf Hochglanz gebracht, damit der acht verfolgten und ermordeten jüdischen Mitbürger:innen Amöneburgs auch durch die Schule ein ehrendes Andenken bewahrt wird.

Unser Dank gilt allen 35 Freiwilligen, die im letzten Jahr den acht Stolpersteinen Amöneburgs dazu beigetragen haben, dass die Stolpersteine zu keinem Stein des Anstoßes geworden sind.

Wir hoffen, dass wir auch im neuen Schuljahr wieder so zahlreich Schüler:innen finden, die die Amönebuerger Stolpersteine nicht als Skandal sehen, sondern als Verpflichtung, die uns lehrt, dass »Das Geheimnis der Erlösung Erinnerung« heißt.

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