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Erfolgreicher Einsatz der Legio Amoeneburgia

5b nimmt an der Limeswanderung der AG Altsprachlicher Schulen in Hessen teil

Am Freitag, den 08. Juni nahm die Klasse 5b als Vertreterin der Stiftsschule an der Limeswanderung im Gebiet der Saalburg teil, die vom Arbeitskreis Altsprachlicher Schulen in Hessen jährlich organisiert wird.  Damit das Ganze authentisch wurde, hatten die teilnehmenden Klassen von sechs verschiedenen altsprachlichen Schulen in Hessen Legionsadler gebastelt, die Bezug zur jeweiligen Schule hatten. Außerdem gab es einen Marsch entlang des Limes, der auf knapp 7 Kilometern zwei alte Kastelle berührte und schließlich an der Saalburg endete. Unterwegs sollte die jeweilige Kohorte (gebildet von je einer Schulklasse) ihren Legionsadler gegen die Angriffe wütender Germanen verteidigen! 

Diese Herausforderung bewirkte tatsächlich, dass intensive Beratungen stattfanden, wie dies denn am besten zu bewerkstelligen sei. Schließlich wurde Hanna dazu auserkoren, Adlerträgerin zu sein, verschiedene Überlegungen über die Verteilung der Mädchen und Jungs vor und hinter dem Adler angestellt, dazu absolute Disziplin verabredet, was das Beibehalten der Marschordnung betraf (leider war die Lautstärke nicht dazu angetan, wirklich unauffällig durch feindliches Gebiet zu marschieren). 
Dennoch wären wir von der ersten Angriffswelle fast völlig überrascht worden, wenn nicht etwas niedergetrampeltes Gras uns gerade noch einen warnenden Ruf entlockt hätte. Mit Geschick wurde der Adler gehalten. Danach wurden die Reihen noch besser geschlossen und durchbohrende Blicke in die umliegenden Waldgebiete geworfen. Daher konnte uns der zweite Angriff nicht mehr überraschen, weil wir verdächtige Bewegungen wahrgenommen hatten. Diesmal war der Angriff allerdings intensiver und nur noch schwer zu parieren. Danach stießen wir erst einmal auf die vor uns gestartete Klasse, die in Seelenruhe an einem der kleinen Kastell(rest)e Referate hielt, ohne sich um mögliche Angriffe zu scheren. Wir überholten, zumal uns gesagt worden war, dass wir nicht zu lange brauchen sollten, um die Führung in der Saalburg noch rechtzeitig zu erreichen.
Inzwischen war der Weg immer schmaler geworden und an einigen Stellen mussten umgestürzte Bäume überklettert und rutschige Abhänge mit der gebotenen Vorsicht überwunden werden. Ich versicherte meiner Klasse, dass sie an diesen Stellen nicht mit feindlichen Angriffen rechnen müsste, weil dies einfach zu gefährlich sei. Kurz vor dem höchsten Punkt der Wanderung erfolgte dann der dritte und stärkste Angriff. Dieses Mal mussten wir auch noch Wasserstrahlen standhalten, die aus Waffen abgefeuert wurden, die offensichtlich einem germanischen High-Tech-Labor entstammten.

 

Obwohl der Adler ins Wanken geriet und fast waagerecht vorwärts getrieben wurde, konnten wir ihn unter Aufbietung aller Kräfte gerade noch verteidigen. In der restlichen Viertelstunde des Marsches wurden die verrücktesten Ideen entwickelt, um den Adler gegen einen womöglich noch größeren Angriff zu halten (auf die Germanen losrennen / sie umgehen / warten, bis die nächste Gruppe angegriffen wird …). So verging die Zeit wie im Flug und wir erreichten die Saalburg erschöpft (wegen der Wärme und der Länge des Wegs), aber glücklich.
Der Adler wurde zur Begutachtung abgegeben und unsere „Legion“ hatte erst einmal freie Zeit zum Trinken, Toilettengang oder Shopping. Danach erlebten wir eine informative Führung in der Saalburg, bei dem wir mit römischem Alltag (Struktur einer Familie), dem Leben im Militär und einer – sehr empfehlenswerten - Sonderausstellung bekannt gemacht wurden. 
Da nach der Führung noch einige freie Zeit war, starteten wir noch eine Saalburg-Rallye, die mit großer Begeisterung in Angriff genommen wurde.
Um 15.00 trafen sich alle Klassen zur Abschlussbesprechung und Preisverleihung: Die Germanen (ein Lateinleistungskurs einer anderen Schule) übernahmen dabei die Siegerehrung. Unsere Schule musste zwei Klassen den Vortritt lassen, die beide eher pompöse Legionsadler gebastelt hatte. Unser deutlich sachli-cheres Modell (das zweite von links) kam verdient auf den drit-ten Platz, weil der Bezug zur Schule (Dank des Einfallsreichtums unserer Kunstlehrerin T. Hübscher) wirklich toll umgesetzt ist. 
So bleibt abschließend für diese Premiere nur Dank zu sagen an Herrn Weyland, der uns als Referendar sozusagen in seiner freien Zeit begleitet hat, an Frau Seumer, die als Fachsprecherin Latein die Kontakte zu den Veranstaltern hergestellt und die Fahrt organisiert hat, an Frau Hübscher, die unseren tollen Adler gestaltet hat und an den Verein der Ehemaligen, die Amöneburgia, die unsere Tagesfahrt bezuschusst hat.
Im Auftrag der 5b 
Tobias Brandt, Lateinlehrer

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