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Borongo oder ,Willkommen im Herzen des jugendlichen Chaos‘

„Amöneburger Kammerspiele“ im Sinne von kleinem Publikum sollten es werden, so hatten es sich Matthias Ehrlich und Amparo Rodrigo Gonzalez die Leiter der Musiktheater-AG der siebten Klassen vorgestellt. Doch das Interesse an der Aufführung von „Borongo“ war deutlich größer, so dass die Aufführung erst beginnen konnte, als noch einige Stuhlreihen zusätzlich gestellt worden waren und alle, die gekommen waren, wurden in der Erwartung auf einen kurzweiligen Theaterabend nicht enttäuscht.

Im Mittelpunkt des Stückes steht Lena. Sie ist ein typischer Teenie, der nicht aufräumt, nicht rechtzeitig aufsteht und dann auch gerne mal zu spät in die Schule kommt. So beginnt die Szenerie am frühen Morgen bei Lenas Familie und kam den meisten Zuschauern sicherlich recht vertraut vor. Alle regen sich über Lenas am Boden liegende stinkende Socke auf, aber keiner kommt auf die Idee, dass man diese auch in die Wäsche tun könnte. Was ein Glück für Lena, denn als diese endlich Richtung Frühstückstisch schreitet, fehlt ihr eben jene stinkende Lieblingssocke, die auch gleich wieder angezogen wird.

In aller Eile schlingt Lena das Frühstück herunter, denn sie muss möglichst schnell in die Schule, weil sie ein Referat über – wie passend - „Borongo – Den Gott des Chaos“ halten muss. Auf dem Schulweg kürzt sie durch den Garten der Nachbarin den Weg ab und zertrampelt dabei wieder einmal die Blumen der Nachbarin, die sich fürchterlich darüber aufregt.

Natürlich kommt Lena dennoch zu spät, hält aber ihr Referat und erklärt, dass es schön wäre, dass Borongo, den sie als Holzfigur dabeihat, Wünsche erfüllt und sie sich dann die stressigen Erwachsenen wegwünschen würde.

Am nächsten Tag wundern sich Lena und ihre Geschwister beim Frühstück, dass die Eltern nicht auftauchen, die Nachbarin beim Weg durch das Bett nicht meckert und in der Schule keine Lehrer sind. Alle Kinder freuen sich über das mysteriöse Verschwinden der Eltern nur ein Junge erklärt, dass er Bedenken habe, ob es ohne die Erwachsenen ginge.

Schnell merken sie, dass sie nun viele Aufgaben übernehmen müssen und selbst die „Selbstbedienungsmöglichkeiten“ im Supermarkt, schnell zum Problem werden. Eine Gruppe von Jugendlichen will Profit daraus schlagen und besetzt den Supermarkt und versucht mit hohen Preisen die anderen über den Tisch zu ziehen. Aber auch die tuen sich zusammen und es kommt in Folge der Streitigkeiten zu einem bösen Unfall und alle wünschen sich die alten geordneten Zustände zurück. Auch Lena, die nun gezielt ihren Gott einsetzt, um die Erwachsenen wieder herbei zu wünschen, was auch gelingt …

Nachdem nun alle ihre Lektion gelernt haben und sich sicherlich auch manch ein Elternteil unter den Zuschauern einen solch heilsamen Vorfall gewünscht haben dürfte, bewies der stürmische Applaus, dass die Darsteller der Theater-AG der siebten Klassen den Nerv ihres Publikums mal wieder getroffen hatten!

 

Darsteller:

7a

Anton Nau

Emma-Sophie Wichert

Alice Meistro

Henrik Dörr

Johannes Damm

7b

Luis Gaßmann

Jane Schmidt

David Schneider

Linus Simolka

Clara Kempe

7c

Emma Schiller

Marit Kläs

Marlene Stark

Marlene Jennemann

6a

Josef Schraub

Lilith Wiegand

Carla Becker

6b

Dominik Stark

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