Trotz Abneigung gegen Mathematik gelingt die Physikerkarriere
Der ehemalige Stiftsschüler Dr. Aric Gliesche gab Tipps für die Berufsfindung
Amöneburg. Der Verein Amoeneburgia - Vereinigung der ehemaligen Schüler, Lehrer und Freunde der Stiftsschule St. Johann Amöneburg -veranstaltete einen Berufsinformationstag.
Physiker Dr. Aric Gliesche zeigte den Schülern der zwölften Jahrgangsstufe am "Beispiel für den Erfolg des Durchschnitts" seinen Werdegang von Abitur bis Gegenwart.
Amoeneburgia-Vorsitzender Dr. Ortwin Schuchardt hatte den ehemaligen Schüler der Stiftsschule und heutiges Mitglied der Amoeneburgia eingeladen
Der 31-jährige gebürtige Niederkleiner Dr. Aric Gliesche machte im Jahr 1995 sein Abitur an der Stiftsschule in Amöneburg. Er ist verheiratet und lebt heute mit seiner Frau in Hamburg.
Er selbst bezeichnet die Zeit "auf dem Berg" als seine beste. Er habe Musik in einer Band gemacht und die Freistunden genossen.
"Bereits seit 1997 ist es eine gute Tradition, dass ehemalige Schüler in ihre Schule zurückkommen und ihren Werdegang aufzeigen", sagte Oberstufenleiter Thomas Martin.
So gebe man den Schülern die Möglichkeit, zu sehen, was jemand mit dem Wissen, das ihm die Schule vermittelt habe, in der Welt anfangen konnte. Dies sei etwas, was es nicht überall gebe, betonte Martin.
Ohne Beschönigungen begann Gliesche mit der Aufzählung seiner nicht immer guten Schulnoten.
In den Sprachen sei er unterdurchschnittlich gewesen, Mathematik habe er in der Oberstufe abgegeben, was damals noch möglich war. Französischunterricht habe er nur in der neunten und zehnten Klasse besucht.
Amoeneburgia-Vorsitzender Dr. Ortwin Schuchardt hatte den ehemaligen Schüler der Stiftsschule und heutiges Mitglied der Amoeneburgia eingeladen
Der 31-jährige gebürtige Niederkleiner Dr. Aric Gliesche machte im Jahr 1995 sein Abitur an der Stiftsschule in Amöneburg. Er ist verheiratet und lebt heute mit seiner Frau in Hamburg.
Er selbst bezeichnet die Zeit "auf dem Berg" als seine beste. Er habe Musik in einer Band gemacht und die Freistunden genossen.
"Bereits seit 1997 ist es eine gute Tradition, dass ehemalige Schüler in ihre Schule zurückkommen und ihren Werdegang aufzeigen", sagte Oberstufenleiter Thomas Martin.
So gebe man den Schülern die Möglichkeit, zu sehen, was jemand mit dem Wissen, das ihm die Schule vermittelt habe, in der Welt anfangen konnte. Dies sei etwas, was es nicht überall gebe, betonte Martin.
Ohne Beschönigungen begann Gliesche mit der Aufzählung seiner nicht immer guten Schulnoten.
In den Sprachen sei er unterdurchschnittlich gewesen, Mathematik habe er in der Oberstufe abgegeben, was damals noch möglich war. Französischunterricht habe er nur in der neunten und zehnten Klasse besucht.
Der Physiker Dr. Aric Gliesche informierte Zwölftklässler der Amöneburger Stiftsschule über seinen beruflichen Werdegang.
Foto. Karin Waldhüter
Foto. Karin Waldhüter
Dagegen stellte er seine Erfolge: Vier Jahre hatte er als Assistent an der Universität von Lausanne in der Schweiz gearbeitet, wo alle Vorlesungen auf Französisch gehalten wurden. Dort betrieb er Grundlagenforschung in theoretischer Physik.
"Wie kann man das schaffen?", fragte er die Schüler und gab sich selbst die Antwort: "Man kann alles schaffen, wenn man motiviert ist!"
Mehrere Dinge hätten ihm geholfen, den richtigen Weg einzuschlagen: die Motivation durch die Religions- und Physiklehrerin, der Spruch seines Großvaters "in die Welt hinein gehen", und der Wunsch, etwas verändern zu wollen.
Seine Entscheidungshilfen nach dem Abitur seien zunächst die Leistungskurse gewesen, aber auch die damaligen Noten aus der Grundschule, die schon früh seine leistungsstarken Seiten aufgezeigt hätten. Die Motivation, den Beruf des Physikers einzuschlagen, habe ihm das hohe Ansehen des Berufes in der Gesellschaft gegeben.
Die Enttäuschung über eine Absage in der Astro-Physik führte ihn schließlich nach Lausanne. Dort betrieb er vier Jahre lang Grundlagenforschungen über erneuerbare Energien. Heute arbeitet er in der Hamburger Firma Green-Stream, die unter anderem Strategien für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls entwickelt und Quellen erneuerbarer Energien erforscht. Zum Schluss seiner Ausführungen betonte der ehemalige Stiftsschüler noch einmal, wie wichtig Zielsetzung und Motivation seien. Auch Rückschläge könnten bei der Karriere helfen.
"Geld ist dagegen keine gute Motivation. Denn von der Uni in den Aufsichtsrat, das ist unmöglich", bilanzierte Dr. Aric Gliesche.
"Wie kann man das schaffen?", fragte er die Schüler und gab sich selbst die Antwort: "Man kann alles schaffen, wenn man motiviert ist!"
Mehrere Dinge hätten ihm geholfen, den richtigen Weg einzuschlagen: die Motivation durch die Religions- und Physiklehrerin, der Spruch seines Großvaters "in die Welt hinein gehen", und der Wunsch, etwas verändern zu wollen.
Seine Entscheidungshilfen nach dem Abitur seien zunächst die Leistungskurse gewesen, aber auch die damaligen Noten aus der Grundschule, die schon früh seine leistungsstarken Seiten aufgezeigt hätten. Die Motivation, den Beruf des Physikers einzuschlagen, habe ihm das hohe Ansehen des Berufes in der Gesellschaft gegeben.
Die Enttäuschung über eine Absage in der Astro-Physik führte ihn schließlich nach Lausanne. Dort betrieb er vier Jahre lang Grundlagenforschungen über erneuerbare Energien. Heute arbeitet er in der Hamburger Firma Green-Stream, die unter anderem Strategien für die Umsetzung des Kyoto-Protokolls entwickelt und Quellen erneuerbarer Energien erforscht. Zum Schluss seiner Ausführungen betonte der ehemalige Stiftsschüler noch einmal, wie wichtig Zielsetzung und Motivation seien. Auch Rückschläge könnten bei der Karriere helfen.
"Geld ist dagegen keine gute Motivation. Denn von der Uni in den Aufsichtsrat, das ist unmöglich", bilanzierte Dr. Aric Gliesche.
07.02.2008
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