Schüler
„Lernen in den Ferien“ - Bericht über die Deutsche Schülerakademie
von Lenard Berwanger (Jgst. 12)
„Lernen in den Ferien“- kann das Spaß machen? Ja, vorausgesetzt man glaubt den etwa 2000 Schülern, die sich jährlich um die Teilnahme an der Deutschen Schülerakademie (DSA) bewerben.
Laut der Webseite http://www.deutsche-schuelerakademie.de/ handelt es sich bei der DSA um ein „außerschulisches Programm zur Förderung begabter Schülerinnen und Schüler.“ Dies betrifft Schüler der 12. und 13. Jahrgangsstufe, pro Schule können maximal zwei Schüler vorgeschlagen werden.
Weiterhin heißt es:
„Die Akademien finden mit jährlich wechselnden Terminen in den Sommerferien statt und dauern jeweils 17 Tage. Sie bestehen aus je sechs Kursen mit unterschiedlichen Themen aus verschiedenen Disziplinen der Natur- und Geisteswissenschaften und des musischen Bereichs. Die fachliche Arbeit in den Kursen wird durch zahlreiche Kurs übergreifende Angebote (z.B. Sport, Musik, Theater, Exkursionen, Vorträge) ergänzt."
Die Akademie, an der ich in diesem Sommer teilnahm, dauerte vom 05. bis zum 21. August und fand in der Nähe Düsseldorfs in einem Schulzentrum in Hilden statt (übrigens der Wohnort unseres ehemaligen Schulleiters Gregor Späte). „Mein“ Kurs trug den Titel „Von Bismarck bis Hartz: Lösungen der sozialen Frage in drei Jahrhunderten“ und beschäftigte sich mit der Geschichte der sozialen Sicherung und des Versicherungswesens. Andere Kurse behandelten Android-Programmierung, Wissenschaftstheorie, Markt und Wettbewerb oder auch Kunst in der DDR.
Mindestens ebenso wichtig wie die inhaltliche Kursarbeit ist meiner Meinung nach die ganz besondere Atmosphäre einer jeden Akademie. Zu Beginn kannte ich niemanden der etwa 100 weiteren Teilnehmer, diese kamen aus ganz Deutschland sowie vereinzelt auch aus dem europäischen Ausland. Diese zusammengewürfelte Gruppe von Jugendlichen, ergänzt von etwa zehn Kursleitern und der Akademieleitung, verbrachte nun zweieinhalb Wochen mit straffem Programm und geregeltem Tagesablauf miteinander. Wie sah dieser Tagesablauf aus?
Grundsätzlich ist bis 08.30 Uhr Frühstückszeit, anschließend folgt ein Plenum, in dem Organisatorisches besprochen wird. Bis zum Mittagessen um 12.30 steht nun Kursarbeit auf dem Programm. Danach ist bis 16.30 Freizeit sowie Zeit für KüA´s , sogenannte Kursübergreifende Angebote. Diese werden größtenteils von Teilnehmern geleitet, bis auf Chor und Orchester, für diese gibt es bei jeder Akademie einen „Musik-Beauftragten“; in Hilden war dies ein professioneller Opernsänger. Weitere Angebote waren z.B. Fußball, Akademiezeitung, Coaching, Volleyball, Debattierclub, Schach, Theater etc. Nach der letzten Kursphase (16.30-18.30Uhr) und dem Abendessen folgte ab 19.00 wieder Freizeit. Die Abende waren in meistens lang, und oft saßen wir bis tief in die Nacht am Lagerfeuer. Unterbrochen wurde dieser Tagesrhythmus von einem Volleyballturnier und einem Exkursiontag; an diesem gab es vielfältige Angebote: Stadtführung in Düsseldorf, Wandern, Wasserski etc. ; auch dort war für Jeden etwas dabei. An einem Abend referierte ein Wirtschaftswissenschaftler, Herr Prof. Justus Haucap, über seine Arbeit und Monopol- bzw. Kartellbildung.
Die 17 Tage vergingen schnell, den Abschluss bildete ein Konzert in der Hildener Stadtkirche, bei dem wir über zwei Stunden vorführten, was in nur zwei Wochen einstudiert worden war. An der Vielfalt der Beiträge (Orchester, Chor, Kammerchor, Bands, Streicherquartette, Solstücke etc.) sieht man bereits, wie motiviert und engagiert die Teilnehmer bei der Sache waren.
Aus persönlicher Sicht kann ich sagen, dass sich viele Freundschaften gebildet haben, die Gruppe unglaublich stark zusammengewachsen ist und ich Bekanntschaft mit vielen Gleichgesinnten machen durfte. Allein der tränenreiche Abschied unterstrich eindrucksvoll, wie stark der Zusammenhalt geworden war und wieviel Spaß die zurückliegende Zeit gemacht hatte. Dürfte ich nochmal an der DSA teilnehmen, ich wäre sofort wieder dabei.
Ich kann die Deutsche Schülerakademie an motivierte Schüler/innen uneingeschränkt weiterempfehlen und hoffe, dass es auch in den nächsten Jahren Interessenten von der Stiftsschule geben wird.
Sollte jemand an Materialien oder Informationen über die Deutsche Schülerakademie oder auch über Akademien für jüngere Schüler/innen - in den letzten Jahren besuchte ich bereits die Juniorakademie Hessen JuAk und die hessische Schülerakademie HSAKA - interessiert sein, so stehe ich gerne und jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung.
Aktuelles
BerufsberatungTermine |
Buspläneneue Buspläne (Abfahrtsplan Ritterstr. gültig ab 6. Januar 2012) |
JahresplanStand: 12.1.2012 |
GottesdienstplanSchuljahr 2011/12 Hj. II |
KlausurplanNeu: Schuljahr 2011/12 Halbjahr 2 (Fassung vom 21.02.) |
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