Schulseelsorge

Mit der Heiligen Elisabeth unterwegs zum Heiligen Bonifatius!

Unsere diesjährige Bonifatiuswallfahrt stand ganz im Zeichen des Jubiläumsjahres der Hl. Elisabeth. Mit der Hl. Elisabeth pilgerten wir, d.h. 33 junge Wallfahrerinnen und Wallfahrer zu Fuß von der Amöneburg zum Grab des Heiligen Bonifatius. Auf der Wallfahrt standen Stationen und Begebenheiten aus dem Leben der Hl. Elisabeth im Mittelpunkt, verbunden mit der Frage, was uns die große Heilige, deren 800. Geburtstag wir in diesem Jahr begehen, heute noch zu sagen hat. Begonnen haben wir am Fronleichnamstag um 14.00 Uhr mit einer Andacht in der Stiftskirche. Dabei stand das Thema: "Wallfahren heißt Aufbrechen!" im Mittelpunkt. Es wurde deutlich, dass wir uns in den kommenden Tagen auf verschiedene Aufbrüche einstellen sollten: Auf einen z.T unbekannten und beschwerlichen Weg, auf Unterkünfte und Verpflegung, die anders sind, als gewohnt, auf intensive Gemeinschaft, in der wir auch die Ecken und Kanten des anderen zu spüren bekommen, auf Witterungsverhältnisse, denen wir ausgesetzt sind, und vor allem auf einen Aufbruch aus den Selbstverständlichkeiten unseres alltäglichen Lebens. Nach dem persönlichen Segen mit der Bonifatiusreliquie pilgerten wir frohen Mutes los. Über Niederklein und Kirtorf kamen wir nach Ohmes, wo wir nach einem Abendgebet in der dortigen Pfarrkirche unsere erste Unterkunft im Dorfgemeinschaftshaus in bezogen. Auf Isomatten und in Schlafsäcken haben wir uns (mehr oder weniger) von den Strapazen des ersten Tages erholt. Der zweite Pilgertag begann mit einer Hl. Messe in Ohmes. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg über Romrod, vorbei am Merschenroder Weiher bis nach Lauterbach. Unterwegs freuten wir uns auf die einzelnen "Gnadenstätten", an denen uns die Begleitbusse mit erfrischenden Getränken und Süßigkeiten erwarteten, und wir uns auch geistig durch einen Impuls aus dem Leben der Hl. Elisabeth für die vor uns liegende Wegstrecke stärken ließen. Das Wallfahren wurde uns in diesem Jahr durch das herrliche Wetter deutlich leichter gemacht als im letzten Jahr. Aber dennoch forderte die Wegstrecke von allen Pilgern eine Menge Anstrengungen und auch Blasen an den Füßen ab. Erschöpft und müde, aber stolz über die erbrachte Tagesleistung kamen wir in Lauterbach an. Nach unserem Abendlob mit sakramentalem Segen in der Pfarrkirche, freuten wir uns auf die Dusche und den leckeren Eintopf, der vom Johanneshaus zubereitet wurde. Einige Wallfahrerinnen und Wallfahrer ließen es sich trotz Müdigkeit nicht nehmen, sich noch einmal zu einem Spaziergang durch Lauterbach aufzumachen, um sich durch das wohl verdiente und schon zur Tradition gewordene Eis zu erfrischen. Die älteren Pilger ließen den Tag in dem wohl schönsten Biergarten Lauterbachs ausklingen. Nach einer "relativ" ruhigen und erholsamen Nacht machten wir uns dann am Samstag zu unserer letzten Etappe nach Fulda auf. Der Weg führte uns über Landenhausen nach Großenlüder, wo wir eine Statio in der Pfarrkirche St. Georg abhielten, in der die Hl. Elisabeth im Mittelpunkt stand. Nach unserer Mittagspause und einer Erfrischung ging es dann mit großen Schritten, die allerdings immer beschwerlicher wurden, nach Fulda.

 

Beim ersten Blick auf den Fuldaer Dom waren viele von uns erleichtert, denn endlich hatten wir das Ziel nicht nur im Sinn, sondern (fast) greifbar vor Augen. Mit Glockengeläut zogen wir zu den Strophen des Bonifatiusliedes in den Dom ein. Eine Überraschung gab es dann für alle in der Bonifatiusgruft. Gerade als wir mit unserer kleinen Andacht beginnen wollten, kam unter den Klängen einer Musikkapelle der ehemalige Schulpfarrer Markus Blümel mit seiner jetzigen Gemeinde Eiterfeld in die Bonifatiusgruft eingezogen. Nach einer herzlichen Begrüßung hielten wir gemeinsam unsere Andacht, an deren Ende wir voller Freude und Erleichterung den persönlichen Segen mit der Bonifatiusreliquie empfangen haben. Im Anschluss stärkten wir uns mit der schon zur Tradition gewordenen Pizza im Dompfarrzentrum, bevor wir dann unsere Unterkunft in der Domschule bezogen. Angesichts der hinter uns liegenden Strapazen und der Freude darüber, dass wir alle in Fulda angekommen sind, wurde die Nachtruhe etwas nach hinten verlegt, so dass wir auf eigene Faust Fulda und das "Abendleben" dieser Stadt erkunden konnten. Generalvikar Peter-Martin Schmidt erfreute die müden Pilger mit einer Einladung zum Eisessen. Höhepunkt unserer Fußwallfahrt nach Fulda war schließlich das Pontifikalamt mit Bischof Wanke aus Erfurt mit tausenden Menschen bei herrlichem Sonnenschein auf dem Domplatz. Voll Freude feierten wir den festlichen Gottesdienst und das anschließende Bistumsfest mit, bei dem natürlich die traditionelle "Wallwurst" nicht fehlen durfte. Ziemlich müde und erschöpft, aber innerlich froh und zufrieden kamen wir am Sonntagnachmittag wieder auf der Amöneburg an. Etwas frustrierend war es, festzustellen, wie schnell man mit dem Auto die Strecke Fulda-Amöneburg zurücklegen kann und wie mühsam doch ein Fußmarsch nach Fulda ist. Aber dennoch waren sich alle Wallfahrtsteilnehmer einig: Das Aufbrechen hat sich gelohnt! Heiliger Bonifatius, wir kommen auch im nächsten Jahr!

Marcus Vogler, Schulpfarrer

 

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  • Bischofsbesuch

    Bischofsbesuch

    Nach Fulda fuhren am 14. November alle Sextaner mit ihren Klassenlehrern. Ihr Vorstellungsbesuch beim Bischof stand an. Und Bischof Algermissen nahm sich für seine 10- und 11jährigen Gäste eine Menge Zeit. Zunächst feierten alle zusammen einen Gottesdienst in der altehrwürdigen Michaelskirche. Danach gab's eine ausgedehnte Fragerunde im großen Saal der Chöre am Dom. Was ein ansprechendes Ambiente! Und das Mittagessen im historischen Speisesaal des ehemaligen Klosters war auch gelungen. Zum Nachtisch hatte der Bischof allen ein Eis spendiert. Mit diesem Tag schaffen es die Oberhessen an diesem Wochenende auf die Titelseite der Bistumszeitung, des Bonifatiusboten!

  • Pinguin macht aus Zweifel an Gott keinen Hehl

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    Musiktheater der Stiftsschule war gleichermaßen tiefsinnig wie unterhaltsam Unter Leitung von Jörg Christiani und Jürgen Pöschl führten Schüler der Musiktheater AG des siebten Jahrgangs der Stiftsschule Amöneburg das Stück "An der Arche um Acht" auf.

  • Presse: Junge Menschen helfen und räumen auf

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    Stiftsschule organisierte einen "Tag des sozialen Engagements" - Institutionen zeigen ihre Angebote 800 Schüler der Stiftsschule waren während des Tages des sozialen Engagements aktiv und informierten sich beim "Markt der Möglichkeiten".

 

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