Jubiläumsjahr 2010

Solvejg Henkhaus begeistert Zuhörer

Der Ehemaligenverein der Stiftsschule St. Johann - die Amoeneburgia a.V. - hatte eingeladen: Zum Konzert im Gebälk am 10. März 2010.
Und alle Zuhörer erwartete an diesem Abend etwas ganz Besonderes, die ehemalige Stiftsschülerin Solvejg Henkhaus bestritt einen Klavierabend im Konzertsaal der Stiftsschule. Sie führte ein äußerst abwechslungsreiches Programm auf und nahm sich auch die Zeit, etwas zu dem ein oder anderen Stück zu sagen. So konnte sie alleine durch ihre äußerst sympathische Art die Zuhörer für sich gewinnen, bevor diese überhaupt die ersten Töne zu hören bekamen.

 
 
Solvejg Henkhaus begeisterte die Zuschauer mit einem abwechslungsreichen Programm.


Solvejg Henkhaus beendete ihre Zeit an der Stiftsschule im Jahr 2006 mit dem Abitur. Bereits zu dieser Zeit war sie weit über die Grenzen des Kreises Marburg-Biedenkopf bekannt. Obwohl das Klavierspielen viel Zeit von ihr einforderte gelang es ihr auch im schulischen Bereich zu überzeugen, immer mit dem Ziel Musik zu studieren. Im April 2008 begann sie dann das Studium an der Musikhochschule Würzburg in der Klavierklasse von Prof. Karl Betz. Sie gewann den hochschulinternen Klavierwettbewerb 2009 in Würzburg und steht damit im Finale des Steinway-Wettbewerbes München.


Abwechslungsreiches Programm

Den Auftakt des Programms am 10. März bildeten zwei Sonaten: eine Sonate in B-Dur von Domenico Scarlatti und eine Sonate von Ludwig van Beethoven in E-Dur. Gefolgt wurden diese von einem ganz besonderen Stück: "Im Nebel" von Leos Janacek. Hierfür nahm sich Solvejg Henkhaus zunächst die Zeit, den Zuhörern das Stück näher zu bringen. Janacek schrieb dieses Stück in hohem Alter gewissermaßen im Rückblick auf sein Leben. Bei der Darbietung gelang es Henkhaus den Zuhörern durch zahlreiche Tempowechsel das Gefühl zu geben, das Leben Janaceks mit seinen Höhen und Tiefen mitzuverfolgen. Dieses Stück bildete sicherlich den emotionalen Höhepunkt des Klavierabends.
Nach der sich anschließenden Pause ging der Abend mit sechs Klavierstücken von Brahms weiter und die Zuhörer konnten einer wunderbaren Interpretation der Arbeit von Brahms lauschen.
Den Abschluss der musikalischen Reise durch das 18. und 19. Jahrhundert bildete dann ein Stück von Franz Liszt. Beschrieben wurde das Stück mit "Allegro molto agitato" und dies war kein leeres Versprechen. Begeistert lauschten die rund 80 Zuhörer, wie die Finger der Pianistin über die Tasten zu fliegen schienen und so war es nicht verwunderlich, dass die Zuschauer nach dem letzten Ton des Stückes spontan aufsprangen und sich mit "Standing Ovations" bei Solvejg Henkhaus für den tollen Abend bedankten.
Noch zwei weitere Stücke als Zugaben konnte das Publikum auf diese Art und Weise noch erreichen und nicht wenige wären sicherlich auch noch länger geblieben, aber jeder schöne Abend muss nun mal auch sein Ende haben.


 
Standing Ovations der Zuhörer nachdem der letzte Ton verklungen war.


(May)

Johanneshaus & Mensa

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