Musik-Theater-AG
Musik-Theater-AG führte "Zickenterror" auf
"Zickenterror" - ein Begriff, mit dem wohl jeder etwas anzufangen weiß - eine genaue Definition davon zu geben ist jedoch schwer. Ein Stück klüger waren auf jeden Fall die Besucher des von der Musik-Theater-AG der Klassen 7 aufgeführten Musicals danach. Nicht nur, weil Barbara Ballmeier, die gemeinsam mit Matthias Ehrlich für die Leitung der Gruppe verantwortlich war, zu Beginn der Aufführung sich an einer Definition versuchte: "Es ist das, ohne das Mädchen nicht können und das, was Jungen stört." Viel eindrucksvoller war nachher das, was die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 nachher im Theaterspiel, Gesang und auch tänzerisch darboten. Für die Chereographie und das Einstudieren der Tänze zeigte sich Karin Ballmeier verantwortlich und auch hier zeigte sich die professionelle Betreuung der Schüler eindrucksvoll.
Doch bevor die Musik-Theater-AG die Bühne betrat, stellten - wie es mittlerweile schon gute Tradition ist - die Mitglieder der Miniband ihr Können unter Beweis. Sie boten dem aufmerksam lauschenden Publikum drei Love-Songs dar und konnten durch ihre Fähigkeiten auf ihren Musikinstrumenten vollends überzeugen.
Danach konnte der Zickenterror beginnen. Miriam (Liana Krajczewski) steht dabei sofort im Mittelpunkt, da sie von der "Backpflaume", wie sie ihre große Konkurrentin Stefanie (Katharina Kehl) nennt, dabei beobachtet wird, wie sie ihre Graue-Maus-Kleidung gegen ihre bekannte topmoderne Schulkleidung eintauscht. Obwohl dies natürlich ein gefundenes Fressen für den ersten "Zickenterror" in der Schule ist, wie es auch gleich im ersten Lied des aus der Feder von Thomas Westermann und Bernd Hanstein stammenden Musicals durch die Stiftsschulaula klingt, wird dies alles überschattet durch eine Neuigkeit der SV. Die SVler (Lea Albrecht, Henriette Hölscher) verkünden den Schülern, dass der große Wettbewerb "Teenidol sucht das Teenie-Idol" an der Schule stattfinden soll.
Dies wollen sich die Schüler natürlich nicht entgehen lassen und so formieren sich die verschiedenen Bands: Die Dead Mice (Selina Decher, Clara Wilhelm und Caroline Wald) mit Miriam, die Jungs (Gero Schuchardt, Nicolas Wardenski und Paul Schunk), die Mega Pearls (Hannah Kläs und Luisa Baum), die Teddyband (Johanna Schröder, Celine Dutenhöfner und Sina Schindler) und natürlich Stefanie.
Alle diese Schüler müssen vor der Jury (Pia Sophie Janka, Alina Krähling und Laura Henke) bestehen. Besonders pikant: Ein Jurymitglied ist die Mutter von Miriam, die ihre Tochter natürlich nur in ihrer braven Kleidung kennt. Es kommt, wie es kommen muss, alle Bands bis auf zwei müssen in der Vorrunde bereits die Segel streichen und werden mit teils derben Sprüchen (Ähnlichkeiten zu laufenden Fernsehsendungen sind natürlich nicht zufällig und durchaus gewollt) nach Hause geschickt. Nur die Dead Mice mit Miriam und Stefanie haben toll gesungen und "sauber performt".
Natürlich können nicht alle gut verlieren und so sind es gerade die Jungen - für die Zickenterror ein Fremdwort sein sollte - die sich an den Dead Mice rächen wollen und kurzerhand die Leadsängerin Miriam vom Finale fernhalten, für das eigens ein neuer Song komponiert werden musste. Da ist guter Rat teuer für die "Dead Mice" - nur gut, dass sich Stefanie bereit erklärt, auch bei ihren Konkurrentinnen zu singen, stellt sich doch heraus, dass beide Finalisten den gleichen Song darbieten wollen. Mitten in die Performance des somit bereits als Siegertitel feststehenden Songs platzt Miriam hinein, die nach einer kurzen Auseinandersetzung feststellt, dass die beiden Konkurrentinnen unwissentlich gemeinsam das Lied komponiert haben. Selbstverständlich einigen sich die Mädchen darauf, ihren Streit beizulegen und gemeinsam den Sieg einzustreichen.
Doch da haben sie die Rechnung ohne die Jury gemacht! Denn natürlich kann es nur einen Sieger geben. Die Mädchen beschließen, dass Geld und eine Packung des Teenidol-Deos, dass man auch als Mundspray verwenden kann, nicht so viel Wert sein kann, wie eine neue Freundschaft und küren sich dadurch selbst zumindest zum moralischen Sieger.
Am Ende der Aufführung waren alle Zuschauer zufrieden. Über lange Wochen hinweg hatten die Schüler und die Leiter der Aufführung viele Stunden geopfert und als Ergebnis kann man sagen: "Toll gesungen und sauber performt!"
Text: May, Bilder: May, HT
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