Mönhattan
Mönhattan gastiert in Hamburg: Mönhattan (Amöneburg) meets Big Hei (Hamburg)
Mittwochmorgen kurz vor 11 Uhr: Die Mitglieder der Schulbigband "Mönhattan" machen sich mit dem Bus auf zum Marburger Bahnhof. Das Ziel: Hamburg, genauer gesagt vorerst eine Jugendherberge nahe der Landungsbrücken. Denn hier wird die Gruppe bis zu ihrer Abreise unterkommen. Noch am gleichen Abend beginnt eine Führung durch das berühmt-berüchtigte Viertel von St. Pauli. Von der Herbertstraße über das erste Chinesenviertel Deutschlands und Eigentumswohnungen mit Elbblick bis hin zu den bekannten Bars der Reeperbahn, aber auch den kleinen lokalen Geheimtipps in den Seitenstraßen wird alles gezeigt, erklärt und erzählt. Und trotz eisiger Kälte hören alle gespannt zu, denn es sind Dinge, die man nicht überall erzählt bekommt. Doch nach langen Stunden des Zuhörens und Frierens machen sich die Beteiligten schleunigst auf den Weg nach Hause um dort bis zum nächsten Morgen auszuruhen, denn es stand ja bald der eigentliche Grund der Fahrt nach Hamburg an: ein gemeinsames Konzert mit der Bigband des ortsansässigen Heilwig-Gymnasiums.
Am nächsten Tag also setzten wir uns mit Bahn und zu Fuß in Bewegung und gelangten schließlich am Vormittag in die ca. 800 Schüler und 70 Lehrer umfassende Schule und wurden direkt herzlich begrüßt. Wir begannen recht zügig mit einer Probe mit getauschten Dirigenten, denn es sollte nicht einfach nur ein Konzert werden, auf dem beide Bands nacheinander spielen, sondern es sollten auch gemeinsame Stücke geprobt und aufgeführt werden. Nach einem anstrengenden Probentag - natürlich mit Mittagsverpflegung aus der Schuleigenen Mensa -, an dem nicht nur zwei Stücke für beide Bigbands zusammen eingeübt, sondern auch jeweils Bigband übergreifende aber satzinterne, d.h. Stücke für Holzbläser, für Blechbläser und für Rhythmusgruppe, die ebenfalls aufgeführt werden sollten. Nach einer etwas verlängerten Probe, einer kuren Freizeit und einem ausgiebigen Abendessen stand als Abrundung des Tages ein etwas anderes Musical mit dem Namen "Heiße Ecke" an. Handelnd von dem Leben auf der Reeperbahn fand das ganze Musical an der "Heißen Ecke", einer Imbissbude an eben dieser, statt. Schon am nächsten Tag, inzwischen Freitag, gab es nach Frühstück in der Jugendherberge und Aufbau in der Aula des Gymnasiums eine kurze Generalprobe einiger Stücke und schon kurz danach um Punkt 10 Uhr fing das Konzert mit den Jahrgangsstufen 8-10 als Zuhörer an. Nach dem Beifall zu urteilen gefiel dem Publikum das Konzert sichtlich und nach sehr kurzen 2 Stunden waren wir schon fertig und nach tosendem Endbeifall und mehreren Verbeugungen verließen beide Bands die Bühne und bauten - vielleicht etwas wehmütig, dass es schon vorbei war - ab. Ein abschließendes gemeinsames Mittagessen, eine Verabschiedung und schon war die Begegnung der Bigbands vorbei. Eine anschließende Hafenrundfahrt, mit Kommentaren vom Bootskapitän und ein wunderbares, wenn auch länger als erwartetes, Jazzkonzert in einer Jazzkneipe namens "Birdland" rundeten den Tag und die Fahrt nach Hamburg noch zusätzlich ab und sorgten für genügend Erschöpfung um am Abend zufrieden in der Herberge einschlafen zu können. Das Packen und die Heimfahrt am nächsten Tag verliefen vollkommen ruhig und es waren wohl alle glücklich, wieder nach Hause zu können obwohl man am ein oder anderen Tag länger in Hamburg wohl noch einige tolle Sachen hätte machen können und wollen. Letztendlich sind wohl alle Bigbandler froh, die Fahrt gemacht zu haben und freuen sich auf Ende April dieses Jahres, denn dann kommt die Hamburger Band "Big Hei" zu uns nach Amöneburg um hier einen weiteren Auftritt mit uns zu machen - nur diesmal bei uns.
Fabian Maus (12)
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